Vorbereitende SETA-Programme bezüglich drei der möglichen Stationierungsorte
haben bis heute negative Ergebnisse erbracht, aber die Arbeit ist längst nicht abgeschlossen.
Eine zukünftige direkte optische Suche sollte es sich zur ersten Aufgabe machen, die
enormen Lücken in den Beobachtungsaufzeichnungen zu schließen, die durch die
Verwendung von erdgebundenen Instrumenten entstanden sind. Wir müssen uns
darüber im klaren sein dass das Auffinden einer kleinsten wahrscheinlichen Sonde in einer
geozentrischen, selenozentrischen oder einer Erde/Mond-Lagrangeschen Bahn die Suche nach einem Objekt mit einer
Lichtstärke zwischen +27 und +28 bedeutet. Dies aber erfordert den Einsatz eines Weltraumteleskops oder einer
ähnlichen Technologie. Selenozentrische Sonden könnten einfacher durch die Verwendung eines
mondbasierenden (Oberfläche oder Orbit) Teleskops entdeckt werden, da dann eine
Lichtstärke zwischen +17 und +23 für eine erschöpfende Suche ausreichen
würde. Das geplante 300-inch-Very-Large-Space-Telescope (VLST) würde die sichere Entdeckung von nur 10 bis 20 Metern durchmessenden,
geringreflektierenden Artefakten erlauben, die in der Sonne-Erde-Lagrange-Bahn geparkt sind. Der Einsatz von nur an
die Erdoberfläche oder die Umlaufbahn gebundenen Instrumenten würde vermutlich kein Ergebnis erzielen. Dennoch, ein
großes Weltraumteleskop mit einer Grenzhelligkeitserfassung von +29, stationiert in der Sonne-Erde-Lagrange-Bahn (L4/15)
dürfte eine erfolgreiche Suche nach kleinen Artefakten über einen Zeitraum von etwa zehn Jahren am lohnendsten erscheinen lassen. Radar-
und Infrarotbeobachtungen bieten wenige signifikante Verbesserungen gegenüber einer visuellen
Suche.
Einige wenige in der Vergangenheit gemachte Vorschläge haben größeres Gewicht auf die Beobachtung der
Emissionen einer Sonde gelegt als auf die Sonde selbst. Bracewell führte aus,
das bekannte Phänomen der langverzögerten Echos (LDE =long delay echos) sei von
dem Typ, den man als ein Rufsignal einer außerirdischen, in einer Erdumlaufbahn stationierten und zur Kommunikation bereiten
Sonde erwarten dürfe. Lunan berichtet, verschiedene, auf den Daten von Stormer
und van de Pol beruhende ''LDE-Botschaften'' entschlüsselt zu haben. Lawton und Newton
führten dagegen eine Serie von LDE-Experimenten durch und folgerten daraus, dass die reflektierten Signale rein
physikalischer Natur waren. Später regten sie jedoch an, Radio-Rufsignale zu
vermuteten Sondenpositionen zu übermitteln, um bei dort geparkten Sonden eine Reaktion
hervorzurufen.
Kardashev berichtete, ''codierte Signale'' aus Bereichen innerhalb des Sonnensystems erhalten zu haben, aber
westliche Fachleute glauben, die Signale auf die eines US-Geheimsatelliten oder auf Energieentladungen in der
Magnetosphäre zurückführen zu können. Kuiper und Morris schlugen das Abhören
der Radiokommunikation zwischen außerirdischen Sonden im Solarsystem und ihren extrasolaren
Entsendern vor. Aber sie räumten auch ein, dass die Signale über ein so großes
Frequenzspektrum verteilt sein könnten, dass sie mit einer bescheidenen Antenne nur sehr schwer zu
entdecken wären.
Gezielte Radio-Suchen könnten, in einem Abhörmodus, für ein Orbit das vermutlich Sonden beherbergt, durchgeführt werden um nicht absichtlich ausgesandte Strahlung zu entdecken. Suchen nach Radio-Funkfeuern könnten indirekt Limits für die Existenz von Sonden im Sonnensystem etablieren.